Flirten

Wie so viele Begriffe stammt auch dieser Terminus aus dem angelsächsischen Sprachraum, kann mittlerweile aber durchaus als Bestandteil der deutschen Sprachkultur angesehen werden. Möchte man für “Flirten” eine orginal deutsche Entsprechnung finden, so sind Neuzeitbegriffe wie “anbaggern”, “angraben”, “anmachen”, “anbandeln” oder “turteln” als bedeutungsverwandt anzusehen. Wer flirtet, der nähert sich einer Person in einer ganz bestimmten Form, welche den Sprachgebrauch, konkrete Handlungen sowie die Körpersprache an sich umfasst (beispielsweise eindeutige Blicke). Von entscheidender Bedeutung für einen erfolgreichen Verlauf sind natürlich auch Ausstrahlung, Selbstbewusstsein und Rhetorik des “Senders”. Nicht zwingend gegeben sein muss die oft unterstellte bedeutungsgemäße Nähe zu eher oberflächlichen Beziehungen, zu “Treffs ohne Verpflichtungen” oder dergleichen, ein Flirt kann grundsätzlich genauso auf eine langfristige Beziehung wie auf eine Affäre ausgerichtet sein. Auch im Flirtbereich hat das Internetzeitalter einiges an Änderungen mit sich gebracht. So ist es heute gang und gebe  erste Kontakte im Rahmen eines Flirtchats oder auch per E-Mail zu knüpfen, ob es später zu einem wirklichen Treffen kommt weiss zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Der Weg über das Internet erfreut sich auch aufgrund der (zumindest anfangs vorhandenen) Anonymität großer Beliebtheit, die Hemmschwelle ist hier sicherlich deutlich geringer als bei einem Erstkontakt auf offener Straße, in einer Bar etc.